Posted by on Dienstag, 9. März 2010 in Blog, Fotografie | Keine Kommentare

Länger, größer, weiter – nach diesem Motto packen (fast) alle Kamera-Hersteller weiterhin immer mehr Pixel auf eine gleichbleibende Sensorfläche. Inzwischen gelten 14 Megapixel als das Maß aller Dinge, auch bei Kompaktkameras mit ihren winzigen 1/2,3-Zoll-Sensoren. 1/2,3-Zoll-Sensor heißt: Auf einer Fläche von gerade einmal 6 mal 4,5 Millimetern drängeln sich hier 14 Millionen lichtempfindliche Zellen!

Damit da nicht jede Aufnahme im wahrsten Sinne des Wortes im Rauschen untergeht, greifen die Hersteller tief in die Trickkiste: Die Fotos werden kräftig entrauscht. Dabei gehen unweigerlich auch Bilddetails verloren. Ich habe einmal ausprobiert, wie sich das auf die Bildqualität auswirkt. Dazu habe ich eine einfache „Studioszene“ einmal mit einer 14-Megapixel-Kompaktkamera (Casio Exilim EX-H15) und zum Vergleich mit einer 14-Megapixel-DSLR (Sony Alpha 450) aufgenommen. Unten stelle ich zwei 100-Prozent-Ausschnitte der jeweils bei ISO 800 entstanden Aufnahmen nebeneinander. Man sieht schon auf den ersten Blick: Die Angabe „14 Megapixel“ im Prospekt sagt noch lange nichts darüber aus, wie viele Details eine Kamera tatsächlich erfasst.

ISO-Vergleich - bitte klicken

Übrigens: Die Sony Alpha 450 hat einen Sensor im APS-C-Format, das entspricht einer Fläche von 24 mal 16 Millimetern.