Posted by on Montag, 25. Oktober 2010 in Blog, Fotografie | 4 Kommentare

Seit ein paar Tagen laufe ich mir einer Sony SLT Alpha 33 rum. Rumlaufen ist das richtige Wort, denn zum Fotografieren bin ich bei dem trüben Herbstwetter noch nicht gekommen. Nur zum Knipsen. Ich habe mir aber fest vorgenommen, ab sofort hier in lockerer Folge von meinen Erfahrungen über und den Gedanken zum revolutionären SLT-Konzept von Sony zu berichten. Beginne ich also heute mit den Äußerlichkeiten.

Panasonic Lumix DFC-100 (links) und Sony Alpha 33 (rechts) von hinten im Größenvergleich.

Die Alpha 33 ist die kleinste DSLR, die ich je in der Hand hatte. Kein Wunder: Der feststehende, teildurchlässige Spiegel in Verbindung mit dem Videosucher (Electronic Viewfinder, EVF), erlaubt die Konstruktion eines sehr kompakten Gehäuses. Ein aufwändiger Pentaspiegel oder gar Pentaprisma, die das Licht zum optischen Sucher umlenken und dort seitenrichtig auf die Netzhaut des Fotografen projizieren, benötigt das SLT-Konzept nicht mehr. Ebenso wenig den Platz, den der Rückschwingspiegel braucht, um sich bei der Aufnahme aus dem Strahlengang zu verziehen. Ich habe gerade eine Panasonic Lumix FZ-100 zur Hand und konnte es mir nicht verkneifen, die Alpha 33 einmal daneben zu stellen. Die Alpha 33 ist kaum größer als die Superzoom-Kamera von Panasonic – zumindest, wenn man den beiden auf den Rücken schaut.

Panasonic Lumix DFC-100 (links) und Sony Alpha 33 (rechts) von oben.

In der Draufsicht wirkt die Alpha 33 dann doch etwas klobiger. Das ist vor allem dem Objektiv geschuldet. Während die Optik der FZ-100 nur einen sehr kleinen 2/3-Zoll-Sensor bedienen muss, verlangt die Alpha 33 nach einem Objektiv, das den Bildkreis eines APS-C-Sensors abdeckt. Die Lumix FZ-100 wiegt betriebsbereit etwa 540 Gramm, die Alpha 33 mit dem Kit-Objektiv (Sony DT 3.5-5.6/18-55) drückt gut 600 Gramm auf die Waage. In der Praxis ist dieser Unterschied unbedeutend. Beide Kameras passen nur noch in eine sehr große Manteltasche und verlangen eigentlich schon nach einer kleinen Fototasche. Dennoch: Die Alpha 33 (und natürlich auch die fast baugleiche Alpha 55) ist eine sehr kompakte „DSLR“, die leicht verstaut und zu transportieren ist – für mich die ideale Reise- und Immerdabei-Kamera.

Klasse finde ich auch, dass Sony mit der A33/A55 endlich ein dreh- und klappbares Display eingeführt hat. Gemischte Gefühle hinterlässt bei mir aber die Art, wie Sony den Monitor am Gehäuse befestigt hat. Er wird nach unten weggeklappt und dann in die gewünschte Position gedreht.

Das Display lässt sich nach unten klappen sowie nach links und rechts verdrehen.

Die meisten Hersteller befestigen dreh- und schwenkbaren Displays links am Kameragehäuse. Die Sony-Lösung hat für mich bei Freihandaufnahmen kleine Vorteile: Das Display bleibt näher an der optischen Achse. Es reicht, den Blick zu heben oder zu senken, um zwischen Motiv und Display hin- und her zu blicken.

Wird die Alpha 33 auf ein Stativ montiert, ist die Bewegungsmöglichkeit des Displays stark eingeschränkt.

Problematisch ist Sonys Display-Befestigung aber, wenn die Alpha 33 auf ein Stativ geschraubt wird. Jetzt lässt sich das Display nur noch um etwa 90 Grad nach unten klappen. Dabei sollte man tunlichst darauf achten, den Monitor mit dem Rücken an die Kamera zu drehen, bevor man die Kamera aufs Stativ setzt. Andernfalls zeigt er nämlich nach dem Abklappen zum Boden. In die richtige Richtung kann er nicht mehr gedreht werden, solange sich die Kamera auf dem Stativ befindet. Für den Stativeinsatz finde ich ein links angeflanschtes Display die deutlich bessere Lösung.