Posted by on Mittwoch, 8. Juni 2011 in Blog, Fotografie | Keine Kommentare

Am 8. Juni 2011 hat Sony mit der SLT-A35 und der NEX-C3 nicht nur zwei neue Systemkameras angekündigt, die jeweils ihr Vorgängermodell ablösen. Auch ein leistungsstarkes Blitzgerät sowie ein Makro-Objektiv für das NEX-System wird es bald geben. Aber offensichtlich hat es nicht nur Neuankündigungen gegeben: Das englische Magazin Amateur Photographer meldet, dass Sony gleich drei DSLR-Kameras offiziell abgekündigt hat.

Nachdem Sony heute derart viele Produkte angekündigt hat, stelle ich diese hier knapp in einem gemeinsamen Beitrag vor. Am interessantesten dürften sicher die beiden Systemkameras SLT-A35 und NEX-C3 sein. Beide haben nun einen 16-MP-Sensor in APS-C-Größe. Sie lösen ihre Vorgänger SLT-A33 beziehungsweise NEX-3 ab. Weitere Gemeinsamkeiten der beiden Neuen: SLT-A35 und NEX-C3 bieten kreative Bildeffekte, beispielsweise „Monochrom-, Retro-“ oder „Pop-Look“ und „Partielle Farbe“ (eine Art Color-Keying-Effekt). Der neue Sensor entspricht in etwa dem bereits in der SLT-A55 verwendeten, soll aber laut Sony weniger Strom verbrauchen. Hier die wichtigsten Fakten zu den neuen Kameras, Zubehör und Abkündigungen im Überblick:

SLT-A35 mit Kit-Objektiv 18-55.

SLT-A35: Neben dem 16-MP-Sensor und den neuen Bildstilen, hat Sony vor allem die Bedienung verbessert: Die D-Range-Taste lässt sich nun mit verschiedenen Funktionen (etwa ISO-Empfindlichkeit, Wahl des AF-Feldes, Blitzbelichtung-Korrektur etc.)  belegen, auf die dann fix mit nur einem Tastendruck zugegriffen werden kann. Mehr dazu in meinem Beitrag Firmware 2.00: Neue Funktionen für Alpha 33 und Alpha 55. Zu (sicher nicht nur) meiner Überraschung hat Sony bei der A35 im Vergleich zum Vorgängermodell aber auch einiges eingespart: Das Display ist nun fest und lässt sich nicht mehr klappen oder schwenken. Und im Hochgeschwindigkeitsmodus mit 7 Bildern/s zeichnet die A35 nur noch einen 8,4-MP-Ausschnitt aus der Mitte auf (scheinbar verlängert sich damit die Brennweite abermals um den Faktor 1,4). Ab August soll die SLT-A35 in den Handel kommen. Für das Kameragehäuse will Sony rund 600 Euro haben, als Kit mit dem 18-55-Millimeter-Zoom wird der Preis ca. 700 Euro betragen.

NEC-C3 mit Kit-Objektiv 18-55.

NEX-C3: Die wohl wichtigste Neuerung ist, dass Sony gegenüber dem Vorgängermodell das Gehäuse nochmals verkleinern konnte. Damit ist die NEX-C3 sogar kleiner und leichter als die NEX-5 und so die derzeit kleinste Systemkamera mit einem APS-C-Sensor. Inklusive Akku und Speicherkarte (aber ohne Objektiv) wiegt sie gerade einmal 225 Gramm. Außerdem hat Sony die Bedienung nochmals besonders für Fotografier-Neulinge angepasst. So werden aus den technischen Begriffen „Blende“, „Belichtung“ und „Weißabgleich“ im neuen Menü „Hintergrundunschärfe“, Helligkeit“ und „Farbe“. Die NEX-C3 wird ab August verfügbar sein und inklusive Objektiv (18-55 Millimeter) rund 630 Euro kosten.

Blitz HVL-F20S für NEX-Kameras

Blitz HVL-F20S: Speziell für die NEX-Kameras wird es ab August den Blitz HVL-F20S geben. Mit Leitzahl 20 ist er deutlich leistungsstärker als der Beipackblitz, der nur auf mickrige Leitzahl 7 kommt. Der neue Blitz ist besonders leicht und kompakt. Möglich wurde dies, weil Sony auf eine eigenständige Energieversorgung für das Blitzgerät verzichtet hat – es bezieht seinen Strom aus dem Akku der Kamera. Für den NEX-Systemblitz wird Sony stolze 160 Euro verlangen.

Makro-Objektiv SEL-30M35/F3.5: Das neue Objektiv mit E-Mount ist ebenfalls speziell für die NEX-Kameras. Es wird im September zum Preis von ca. 250 Euro in den Handel kommen. Die Naheinstellgrenze liegt bei 9,5 Zentimeter. Sony reklamiert, dass das SEL-30M35/F3.5 mit einem Gewicht von knapp 140 Gramm das derzeit leichteste Makro-Objektiv für Systemkameras sei.

A290, A390 und A850 abgekündigt: Bei all den Neuvorstellungen ist es fast ein wenig untergegangen, dass Sony heute auch gleich drei D-SLR-Kameras abgekündigt hat – so jedenfalls berichtet es das englische Magazin Amateur Photographer. Es sind die bisherigen Einsteigerkameras A290 und A390 sowie die Vollformatkamera A 850. Dass letztere ausläuft, war schon länger bekannt – das Schwestermodell A 900 bleibt weiterhin im Programm. Die Abkündigung der A290 und A390 kommt hingegen etwas überraschend, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Damit wird in Zukunft der Einstieg in das Alpha-System deutlich teurer als bisher: In absehbarer Zeit wird die A35 das günstigste Modell sein. Deren unverbindliche Preisempfehlung ist mehr als doppelt so hoch wie der heutige Straßenpreis der A290 (260 Euro).