Posted by on Montag, 6. Mai 2013 in Blog, Photoshop | Keine Kommentare

Vor drei Stunden ist in Los Angeles die diesjährige Adobe MAX gestartet. Auf der Hausmesse präsentiert Adobe so alle eineinhalb bis zwei Jahre die kommenden Neuerungen. Im Mittelpunkt stand heute die Creative Cloud, die die bisherige Creative Suite ablöst: Neue Versionen der bisherigen CS-Software wird es zukünftig nur noch zur Miete in der Cloud geben. Das gilt auch für Photoshop CC (wie der Nachfolger von Photoshop CS6 heißen wird), nicht aber für Lightroom 5 oder eine kommende Version von Photoshop Elements. Zwei Neuvorstellungen fand ich besonders interessant: Zum einen natürlich Photoshop CC und dann die erste Hardware von Adobe – das Projekt Mighty, bei dem ein iPad zum digitalen Zeichenblock wird.

Für Verlage, Werbeagenturen und alle professionellen Anwender eröffnet die Creative Cloud spannende Möglichkeiten. Sie können zum Beispiel über das neue Netzwerk Behance („Facebook für Kreative“) ihre Arbeiten mit Kunden und Team-Mitgliedern teilen und so gemeinsam fortentwickeln. Ein weiterer Vorteil der Cloud: Adobe kann Photoshop, InDesign & Co. kontinuierlich weiterentwicklen, die Software auf dem lokalen Rechner bleibt stets auf dem aktuellen Stand und wird laufend mit neuen Funktionen versehen.

In Photoshop CC hat Adobe eine Funktion eingefügt, die verwackelte Aufnahmen rettet. Diese „Shake Reduction“ war bereits als Technologiestudie auf der vorletzten MAX zu sehen, jetzt hat sie ihren Weg ins Filter-Menü von Photoshop CC gefunden. „Shake Reduction“ funktioniert als Smartfilter, ist also völlig nicht-destruktiv. Wenn der Filter in der Praxis so gut funktioniert wie bei der Demonstration, werden sich damit viele Aufnahmen retten lassen, die bislang ein klarer Fall für den Papierkorb waren.

Ebenfalls neu in Photoshop CC: Camera Raw lässt sich als Smartfilter anwenden, funktioniert jetzt also bei jeder Bildebene. Diese Möglichkeit finde ich sehr clever, vereinfacht sie doch den Arbeitsprozess deutlich. Camera Raw 8 in Photoshop CC bekommt darüber hinaus die selben Neuerungen, die Adobe auch im Enwickeln-Modul von Lightroom 5 eingeführt hat. Dazu gehören der neue Radial-Filter für Lichtspots, die automatische Korrektur von Verzerrungen bei Weitwinkelaufnahmen sowie die erweiterten Retusche-Möglichkeiten mit der Bereichsreparatur.

 

Eine Technologiestudie gab’s diesmal auch wieder zu sehen: Das „Project Mighty“, mit dem Adobe ins Hardware-Geschäft einsteigt. Project Mighty besteht aus einem digitalen Stift sowie einem Lineal – beide machen aus einem iPad einen elektronischen Zeichenblock. Die Skizzen lassen sich mit einem Fingerwischer auf ein anderes Tablet übertragen, wo sie ein Kollege modifizieren oder in seine Entwürfe integrieren kann.