Posted by on Donnerstag, 19. Februar 2015 in Bildbearbeitung, Blog | Keine Kommentare

… und ich hätt’s fast verschlafen. So gerade noch rechtzeitig bin ich daran erinnert worden und gratuliere: Happy Birthday Photoshop!

Am 19. Februar 1990 veröffentlichte Adobe die erste Version von Photoshop, damals noch ausschließlich für den Mac. Thomas Knoll, der heute noch im Splashscreen von Photoshop genannt wird, hatte das Programm Ende der 80er Jahre entwickelt. Spätestens nachdem Photoshop 2.0 ein Jahr später auch das CMYK-Farbmodell bekam, begann sich das Programm als der Standard in Verlagen und Werbeagenturen durchzusetzen. Brauchbare Digitalkameras waren allerdings Anfang der 90er Jahre noch in weiter Ferne.

Als Photoshop 2.5 dann auch für Windows erschien, war ich Redakteur bei einer der größten Computerzeitschriften in Deutschland. Ich erinnere mich noch gut, wie damals der Workflow für unseren Bildbearbeiter aussah: Die in München belichteten und entwickelten Filme wurden nach Nordbayern zum Stammsitz des Verlags in die Druckvorstufe geschickt. Dort stand ein Trommelscanner, mit dessen Hilfe die Bilder digitalisiert wurden. Anschließend gingen die Bilddaten auf einem Datenträger (auf welchem eigentlich? Ich glaube, wir haben damals mit MO-Discs gearbeitet) zurück nach München, wo wir zunächst genau einen „Photoshopper“ hatten.

Ich selbst kam erst um die Jahrtausendwende in Berührung mit Photoshop, als auch ich begann, digital zu fotografieren. Mit der Version Photoshop CS integrierte Adobe im Jahr 2003 den RAW-Konverter Adobe Camera Raw in Photoshop, seitdem habe ich das Programm intensiv genutzt. Genau das Thema RAW-Bearbeitung ist allerdings auch ein Grund, warum ich Photoshop heute etwas aus den Augen verloren habe. Das erledige ich nämlich inzwischen mit Lightroom (dessen Version 6 offenbar kurz vor der Veröffentlichung steht). Dabei leistet mir Photoshop auch heute noch treue Dienste, etwa bei der Aufbereitung meiner Bilder für die Druckausgabe. Mein Favorit ist dabei der Filter Selektiver Scharfzeichner, der wirklich phantastische Ergebnisse liefert. Ihn und andere Scharfzeichnungstechniken stelle ich übrigens in einem Beitrag vor, der in der aktuellen c’t Digitale Fotografie erschienen ist.